Stefanie Helbig
Freie Landschaftsarchitektin

Haus der Flüsse

Im Rahmen des ELER Vorhabens Natura 2000 Sensibilisierung im Nordosten Sachsen-Anhalts erarbeitet das Büro freiraum04 ein Konzept für die Umweltbildung für das Haus der Flüsse entlang von Elbe und Havel. Das inmitten des Biosphärenreservats Mittelelbe befindliche Informationszentrum bringt dem naturfreudigen Besucher die Welt der Auenlandschaft näher. Zukünftig werden umwelbildungspädagogische Exkursionen und Veranstaltungen das bestehende Angebot erweitern, um die Zusammenhänge in der Flusslandschaft hautnah zu erleben.

 Brückenbauworkshop

Im Mai 2019 fand am Schwanensee in Borsdorf ein "Brückentag" statt. In Anlehnung an einen Entwurf aus der Sommerschule der TU Dresden im Jahr 2017 stand die bisher fehlende Fußgängerbrücke zwischen der Gemeinde Borsdorf und dem Leipziger Stadtteil Althen im Mittelpunkt. Freiraum04 lieferte den Bankentwurf und ein Planungsteam der TU Dresden entwickelte eine umfassende Ausführungsplanung. Gemeinsam wurde die Bank an einem Tag realisiert.

Studie Havelpolder

Die untere Havelniederung ist das größte Feuchtgebiet im Binnenland Mitteleuropas. Im Hochwasserfall kann eine Entlastung der Elbe durch die kontrollierte Flutung von bis zu 6 Havelpoldern erfolgen. Bedingt durch die Aufgabe der Polder, zu unbestimmbarer Zeit überflutet zu werden, ergeben sich Konflikte in Nutzung und Gestaltung. Neben der Entwicklung naturnaher Vegetationsformen entstehen durch die Flutung neue Möglichkeiten für eine Erholungsnutzung in der Polderlandschaft. In verschiedenen Szenarien wurden die Entwicklungspotentiale aufgezeigt.  

Baumkartierung Havelberg

In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Ellmann & Schulze Gbr aus Sieversdrof wurden in Folge eines Hochwasssers alle Baumpflanzungen entlang der Gräben II. Ordnung begutachtet. Es entstand eine Baumkartierung des Flutgebiets der unteren Havelniederung.

Regenwasserversickerung

Für unterschiedliche Bauherren und Bauvorhaben wurden Regenwasserkonzepte mit dem Ziel erarbeitet, das anfallende Niederschlagswasser auf dem Grundstück zu versickern. In dem abgebildeten Beispielprojekt nehmen Versickerungsmulden das Regenwasser auf. Die mit Stauden und Gräsern bepflanzten Kiesbeeten fungieren gleichzeitig als repräsentative Pflanzflächen. In offenen Pflasterrinnen wird das Niederschlagswasser bewusst sichtbar über das Grundstück geführt, um schließlich in einer zentral angelegten Mulde zu versickern. 

Inszenierung Weißeritz

Anlässlich der 800 – Jahrfeier der Stadt Dresden konzipierte das Lehr- und Forschungsgebiet Landschaftsbau der TU Dresden unter dem Titel ZukunftsWerkStadt Fluss vier Veranstaltungen an der Weißeritz, um die Potentiale des stadtbildprägenden Gewässers herauszuarbeiten. Ziel war es, die gewässernahen Freiräume zu nutzen und ins Blickfeld von Bürgern, Stadt und öffentlichen Institutionen zu rücken. Dies gelang mit Hilfe einer Kajakregatta, zwei Erlebnisführungen sowie einer stimmungsvollen Licht- und Kunstinstallation zwischen Plaunschem Grund und Löbtau.